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ROLLSTUHLTENNIS
MAXI TAUCHER

"...mein Ziel sind die Paralympischen Spiele!"

Maximilian Taucher und Mohammad Yusshazwan Yusoff | Preisverteilung ITF-Herrenturnier in Montecchio Maggiore

Taucher zweimal erst im Finale gestoppt

Bericht: Michael Mäser

Maximilian Taucher überzeugte beim internationalen Turnier in Italien und musste sich sowohl im Einzel als auch im Doppel erst im Endspiel geschlagen geben.

Zweimal Finale, zweimal nur ganz knapp am Turniersieg vorbei: Maximilian Taucher präsentierte sich beim Turnier im norditalienischen Montecchio Maggiore in starker Form. Der Hohenemser Rollstuhltennisspieler spielte sich sowohl im Einzel als auch im Doppel bis ins Endspiel und sammelte dabei weitere wichtige internationale Erfahrung. Im Einzel war Taucher als Nummer zwei gesetzt und hatte zum Auftakt ein Freilos. In der zweiten Runde ließ er Khalili aus Malaysia beim 6:1, 6:0 kaum eine Chance. Im Viertelfinale wartete mit dem Tiroler Martin Legner ein äußerst erfahrener Gegner. Taucher setzte von Beginn an auf hohes Tempo und zog mit einem souveränen 6:3, 6:2 ins Halbfinale ein. Dort traf der 18-jährige Vorarlberger auf den Italiener Luca Arca. Nach einem klaren 6:1 im ersten Satz schien Taucher zunächst auf direktem Weg ins Finale. Doch im zweiten Durchgang verlor er nach einer 1:0-Führung kurzzeitig den Faden und fünf Spiele in Folge. Beim Stand von 1:5 kämpfte sich der Hohenemser eindrucksvoll zurück, fand wieder zu seinem Spiel und entschied den Satz noch mit 7:6 für sich. Im Finale wartete mit Yussof aus Malaysia die Nummer 28 der Weltrangliste. Taucher hielt auch gegen den höher eingestuften Gegner hervorragend mit. Nach dem knapp verlorenen ersten Satz (4:6) übernahm er im zweiten Durchgang zunehmend das Kommando und erspielte sich eine 5:2-Führung. Der Malaysier kämpfte sich jedoch zurück und entschied schließlich den Tiebreak und damit auch das Turnier für sich.

"Natürlich wäre der Turniersieg schön gewesen, gerade weil ich im zweiten Satz schon 5:2 vorne lag. Aber ich habe ein super Spiel gegen die Nummer 28 der Welt gemacht und wieder viel gelernt. Mit meiner Leistung bei diesem Turnier bin ich sehr zufrieden", zog Taucher ein positives Fazit.

Dabei schaffte es der Hohenemser auch im Doppel bis ins Endspiel. Gemeinsam mit seinem kroatischen Partner Ante Kolundija war Taucher ebenfalls an Nummer zwei gesetzt. Nach einem Freilos zum Auftakt überzeugte das Duo mit starken Auftritten im Viertel- und Halbfinale. Erst im Endspiel war Schluss – und auch dort denkbar knapp. Taucher/Kolundija mussten sich erst im Match-Tiebreak mit 8:10 geschlagen geben. Damit kehrte Taucher zwar ohne Turniersieg, aber mit zwei Finalteilnahmen und viel Selbstvertrauen aus Norditalien zurück.

"Danke an alle meine Unterstützer und an meinen Trainerstab", so der Hohenemser.

ITF-Weltranglistenturnier in Montecchio Maggiore | Gruppenfoto bei der Preisverteilung